Mittwoch, 19. Februar 2014

Stricken: Linke Maschen

Meine Lieben,

heute hat nun die zweite Basic-Maschenart ihren "Auftritt". Im Gegensatz zur rechten Masche wird bei ihr der Faden vor die linke Nadel gelegt, wenn man die Maschen abstrickt. Linke Maschen sind/ sehen aus wie die rückseitigen rechten Maschen und andersherum. Deshalb muss man auch die linken Maschen beherrschen, wenn man ein Werkstück "glatt rechts" stricken möchte, und aber während des Strickens die Arbeit immer wenden muss.  Aber wir lassen besser die Bilder sprechen, das ist einfacher: ;)

Bevor es losgeht legt ihr also den Arbeitsfaden, so wie man es im Bild sieht, rechts neben die abzustrickende Masche.



Dann stecht ihr mit der rechten Nadel von links nach rechts in die Maschenschlaufe.



Holt den Faden und haltet ihn mit dem rechten Zeigefinger etwas an der Nadel...



... um ihn dann durch die Schlaufe zu ziehen.



Nun zieht ihr den Rest einfach von der linken Nadel und habt eure neue - linke - Masche fertig.



Da wir nun beie grundlegenden Maschenarten gelernt haben, kommt demnächst eine Anleitung für eine ganz einfache, kuschelige Weste.

- Hier kommt bald noch das Video. -

Ganz liebe Grüße und gutes Gelingen,
eure Minusch

Montag, 10. Februar 2014

Nachgenäht: Taschenorganizer

Vorgestern hat mich spontan die Nähwut überkommen und dabei konnte ich ein Projekt realisieren, was ich schon seit einer ganzen Weile im Auge hatte. Meine Handtasche ist ziemlich geräumig. Leider so sehr, dass frau dazu neigt alles hinein zuschmeißen und dann in entscheidenen Momenten nichts wieder zu finden. Das kennen bestimmt alle...;)

Deshalb nähte ich mir die letzten zwei Tage einen Taschenorganizer, dessen Anleitung ich auf Frau Liebes Blog gefunden habe: … . Vielen Dank an dieser Stelle für das Tutorial! Sie erklärt dort kurz und knackig, wie man sich eine Tasche mit vielen Einsteckfächern näht.




Nach meinem Geschmack habe ich mir noch ein paar mehr Fächer drangenäht und dafür den Schlüsselaufhänger weggelassen. Aufgrund von fehlendem metallischen Zubehör und weil meine Tasche auch schon so eine Vorrichtung hat. Leider habe ich mich etwas schwergetan mit dem Volumenvlies. Irgendwie verwuschteln mir meine Werkstücke dann immer schnell... Vielleicht hätte man einen etwas weniger „voluminösen“ Vlies nehmen sollen. Egal, ich bin alles in allem ganz zufrieden.
Und weil das noch nicht genug war, wurde auch gleich mal so eine Taschentüchertasche nachgenäht, als zusätzliches Handtascheninventar.;) Bis heute habe ich nie verstanden, was diese kleine Tasche für einen Sinn haben soll, außer dass man seine Taschentücher da hinein umfüllen kann und es netter aussieht als die zerfledderten Plasteverpackungen.


Aber es ist ein super schnelles und niedliches Projekt für Stoffreste oder eben nur begrenzter Bastelzeit. Mal wieder, ist ja schon ein alter Hut bei mir, habe ich auf eine Anleitung von Gabriele zurückgegriffen. Ihre Videos sind einfach prima. Ich bin ssozusagen ein Fan! ^^

Nun habt ihr einen kleinen Einblick erhalten, was ich die letzten Tage so nachgenäht habe. Vielleicht benötigt ihr ja auch etwas Ordnung in eurer Handttasche und habt so nun ein wenig Nähmotivation erlangt?

Ich wünsche euch einen ganz schönen Tag,
eure Minusch

Mittwoch, 5. Februar 2014

Häkelfilzen: meine Hausschuh Kreation - I made it

Nun endlich ist es soweit. Ich habe mein erstes Häkelfilzschuhmodell kreiert! Nachdem ich zwei Paar nicht für meine Füße gehäkelt habe und das in Verwendung der nicht so guten Häkelanleitung, von der ich euch schon an anderer Stelle berichtet hatte, konnte ich nun eine eigene Anleitung beim erstmaligen häkeln für mich selbst erstellen. Die Schuhe sind in der 39/40 und sozusagen nur Formrohlinge, die noch beliebig aufgepeppt werden können. Eventuell mit Katzenohren, wie ich es schon gemacht habe, vielleicht einer Häkelblume oder -schleife? Lasst eurer Phantasie freien Lauf!

Ihr benötigt:

ca. 200g Filzwolle
eine Nadel in der geforderten Stärke (bei mir war es, glaube ich, eine 7)



Anfang: Es wird an der Schuhspitze begonnen, dafür häkelt ihr 6 Maschen in einen Magic Ring.
1. Runde: Jede Masche verdoppeln. (12)
2. Runde: Jede 2. Masche verdoppeln. (18)
3. Runde: Jede 3. Masche verdoppeln. (24)
4. Runde: In jede Masche eine feste Masche häkeln. (24)
5. Runde: Jede 4. Masche verdoppeln. (30)
6. Runde: Jede 5. Masche verdoppeln. (36)
7. - 21. Runde: Die nächsten 15 Runde feste Maschen häkeln.

Nun kommt der Fußausschnitt:
22. Runde/Reihe: Reihe anfangen zu häkeln und dann 9 Maschen freilassen. Eine Wendeluftmasche häkeln, um in die nächste Reihe zu kommen. (29)
23. - 30. Reihe: Die nächsten 8 Reihen feste Maschen häkeln.

Falls ihr euren Fußausschnitt größer haben wollt fangt einfach von der 22. Runde an die 9 Maschen auszulassen und häkelt nach dem Auslassen mehr Reihen.

Als letztes nun zum schwierigen Teil, der Ferse. Diese Art von Ferse habe ich mir selbst ausgedacht. Wenn man etwas von häkeln versteht, dann kann auch jeder andere versierte Häkler darauf kommen. D.h. also nicht, dass wenn irgendwo irgendwer schon einmal so eine Ferse veröffentlicht hat, dass sie von mir abgeschrieben wurde. Ihr kennt mich ja, ich handarbeite nach bestem Wissen und gewissen und gebe immer an, wenn ich von irgendwo her etwas nehme.

Hier habe ich euch nur einmal eingezeichnet, wie die 30. Reihe verläuft und dann einen repräsentativen Bogen der A-Reihen noch mit angemalt.


Aber jetzt Schluss mit diesen Erklärungen, weiter geht's:

Ihr setzt neu an und zwar in der Mitte der letzten 29 Maschen, d.h. also in der 15. Masche.

1a. Reihe: Häkelt zwei Luftmaschen (als Ersatz für eine feste Masche) und zwei feste Maschen in eben diese 15. Masche. Häkelt zwei Wendeluftmaschen.(3)
2a. Reihe: Die zwei Wendeluftmaschen zählen ja als eine feste Masche, deshalb "überspringt" ihr das erste Loch. Häkelt ins nächste 3 feste Maschen. In die letzte der Maschen kommt wieder eine feste Masche.(5)
3a. Reihe: Häkelt in jede Masche der Vorreihe eine feste Masche. (5)
4a. Reihe: 2 WLm(≙ 1 fM), 1 fM, 3 fM in die mittlere Masche, 1 fM, 1 fM (7)
5a. Reihe: Häkelt in jede Masche der Vorreihe eine feste Masche. (7)
6a. Reihe: 2 WLm, 1 fM, 1 fM, 3 fM in die mittlere Masche, 1 fM , 1 fM, 1 fM (9)
7a. Reihe: Häkelt in jede Masche der Vorreihe eine feste Masche. (9)
8a. Reihe: 2 WLm, 1 fM, 1 fM, 1 fM, 3 fM in die mittlere Masche, 1 fM , 1 fM, 1 fM, 1 fM (11)
9a. Reihe: Häkelt in jede Masche der Vorreihe eine feste Masche. (11)
10a. Reihe: 2 WLm, 1 fM, 1 fM, 1 fM, 1 fM, 3 fM in die mittlere Masche, 1 fM, 1 fM , 1 fM, 1 fM, 1 fM (13)
11a. Reihe: Häkelt in jede Masche der Vorreihe eine feste Masche. (13)
12a. Reihe: 2 WLm, 1 fM, 1 fM, 1 fM, 1 fM, 1 fM, 3 fM in die mittlere Masche, 1 fM, 1 fM , 1 fM, 1 fM, 1 fM, 1 fM (15)

So nun haben wir den Boden der Ferse fertig.
Nun heitßt es einfach stück für Stück den Boden mit den Seitenteilen zu verbinden. Also häkelt ihr die 13. Reihe einfach feste Maschen und verbindet nach dem Häkeln der 15. Masche diese durch eine Kettmasche mit dem Rand der 30. Reihe. Ich hoffe mal man versteht, wie ich es meine? D.h. immer am Ende der Reihe macht ihr eine Kettmasche in das jeweilige Seitenteil und solltet dann nach ungefähr 13 Reihen die das Fersenstück an den Restschuh angehäkelt haben.

Beendet den Schuh entweder indem ihr noch einmal feste Maschen um die Fußöffnung häkelt oder lasst es einfach so wie ich und zieht den Faden einfach durch die letzte Schlaufe.

Nun kommt der Zauberteil. ;) Wascht die Schuhe bei 30 - 40 °C in der Waschmaschine zusammen mit Frotteehanddtüchern und / oder Jeans im ganz normalen Koch-/Buntwäscheprogramm. Ich gebe auch immer ein bisschen Waschmittel dazu. Wenn euch der Schuh nach dem ersten Waschgang noch zu groß erscheint, wascht ihn ein zweites Mal. Wundert euch nicht, es kann sein, dass ein kleines "Bürzel" herausguckt, von den 3 Maschen aus der 1a. Reihe. Bei mir war es zumindest am Anfang so. Hat sich allerdings schnell eingeebnet beim Laufen.

Und das war auch schon der ganze Spaß. Hoffentlich probiert ihr die Anleitung mal aus. Ich bin ganz gespannt, wie eure Schuhe werden. Wenn noch Fragen offen geblieben sind, meldet euch ruhig per Kommentar bei mir. Ich helfe gern.

So dann fröhliches häkelfilzen. (Der Begriff ist nicht etabliert, im Gegensatz zum Strickfilzen. Irgendwie komisch?!)

Ganz liebe Grüße,
Minusch

Samstag, 1. Februar 2014

Upcycling - Häkeln aus Plaste und Textil

Vor Kurzem passierte mir ein ganz blödes Missgeschick, dass sicherlich jeder Wäschewaschende Mensch schon mindestens einmal mitgemacht hat: Eine blaue Decke mit hellen Klamotten gewaschen und schwupps war alles blau... -.- Ärgerlich war, dass ich so auch zwei T-Shirts meines Freundes verdorben hab, der natürlich nicht in Grau-Babyblau herumlaufen will. Nachdem ich ihm dann also zwei neue T-Shirts gekauft hatte, keimte in mir eine Bastelverwertung auf. Eigentlich war der Plan, sie einfach dunkel zu überfärben. Doch weil ich gerade am Plastetüten verhäkeln bin, habe ich die T-Shirts auch kurzer Hand in einen langen Faden zerschnitten. Wenn ihr wissen wollt, wie man am besten Tüten oder T-Shirts zerschneidet, guckt mal den Post an: http://wildes-kunterbunt.blogspot.de/2013/12/textilgarn-herstellen.html?m=1.Folgendes ist dabei herausgekommen. Die Idee ist ja nicht wirklich neu, aber deswegen musste ich es trotzdem mal ausprobieren. Beide Materialien sind einwenig widerspenstig, aber annehmbar zu verarbeiten.



Ein niedlichen kleines Körbchen, welches noch keine rechte Bestimmung hat, aber das kann ja noch kommen. ;) Ich habe einfach mit 6 Maschen im Magic Ring angefangen und dann solange proportional zugenommen, bis es mir breit genug war. Anschließend habe ich einfach ohne Zunahme in Runden weitergehäkelt.

Das Tütenrecycling dauert immer noch an, denn ich wollte gern einen großen „Schuber“ als Kleiderschrankaufbewahrung häkeln. Eine Tüte sind bei meinen gewählten Maßen circa 2,5 Reihen. So muss ich relativ oft wieder einen neuen Faden zurechtschneiden. Heißt also es ist eher ein Langzeitprojekt. Aber es lohnt sich und man tut eventuell noch etwas Gutes.



Wenn man so hört, was die achtlos weggeworfenen Tüten so im Meer anrichten. Und dass sie über 400 Jahre(?!) brauchen, um abgebaut zu werden... wenn das überhaupt hinkommt. Da werden sie so schon etwas nützlicher und ungefährlicher verwertet. Übrigens habe ich die Nadelstärke 9 verwendet und ca. 1-1,5 cm lange Streifen geschnitten. Wenn ihr wissen wollt, wie man so einen Faden am Besten erzeugt, dann schaut mal

Vielleicht probiert ihr ja auch mal das T-Shirt- und/oder Plastetüten-Verhäkeln aus. Ich habe letztens schon eine Freundin damit angesteckt. Mal sehen, was sie so daraus zaubert.:)

Allerliebste Grüße,
Minusch
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